Jahreshauptversammlung der RHS Unterland

Einen vollen Terminkalender hatten die Mitglieder der Rettungshundestaffel Unterland im vergangenen Jahr. Der Neubau des Vereinsheim stand 2016 im Vordergrund und damit auch viel Öffentlichkeitsarbeit (insgesamt 14 Termine) , um Spenden für den Bau zu sammeln. Staffelvorstand Günter Baumann dankte an der diesjährigen Jahreshauptversammlung den Mitgliedern für die große Unterstützung und ist nach wie vor überwältigt von der großen Spendenbereitschaft einzelner Firmen, aber auch Privatpersonen und aus der Politik. Durch diese Unterstützung wird es Ende Mai möglich sein, mit einer Feier den Neubau einzuweihen.

Doch auch der Ernstfall stand im letzten Jahr 21mal an erster Stelle. Viele Vermisstenfälle beschäftigten die Rettungshundeteams. In insgesamt 1.586 ehrenamtlichen Einsatzstunden zu jeglicher Tages-und Nachtzeit und bei jeglicher Witterung waren die Teams im Einsatz, in 2016 ausschließlich bei Flächensuchen. In einigen Einsätzen konnte die vermisste Person vom Team der Rettungshundestaffel aufgefunden werden, leider kam manches Mal jede Hilfe bereits zu spät.

Insgesamt 28 Personen und 13 geprüfte Hunde sind im Moment einsatzbereit. Diese Zahl ist nicht selbstverständlich und Staffelleiter Walter Baer lobte die fundierte Ausbildung, auf die die Staffel großen Wert legt und die mit regelmäßigen Trainings-und Weiterbildungsterminen auch in 2017 oberste Priorität hat.

Highlights in 2016 waren der Besuch der Schweizer Redog-Gruppe, im Rahmen der Heilbronner Städtepartnerschaft mit Solothurn, aus der inzwischen feste Freundschaften entstanden sind.

Aber auch der Besuch einer Abordnung von taiwanesischen Rettungshundeführern und ihren Schnüffelnasen, mit gemeinsamem Trainig, war ein besonderer Moment.

Dass die Mitglieder im großen Bundesverband Rettungshunde (BRH) auch im Notfall eng zusammenhalten, zeigte die deutschlandweit große Bereitschaft, eine Mitglieds-Familie aus Selters zu unterstützen, die bei einem Brand ihr gesamtes Hab und Gut verloren hatte und auch den Verlust ihres treuen Rettungshundes verkraften musste. Allein aus der Staffel Unterland sammelten die Mitglieder 850,- Euro, um dieser Familie den Neustart zu erleichtern.